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Bearbeitung von pultrudierten Profilen

 

 

 

Sägen

Für kleinere Arbeiten reicht eine gewöhnliche Eisensäge oder Handsäge, z.B. für den Längenzuschnitt eines Profils.
Rechtwinklig bzw. auf Gehrung schneidet man am besten mit der Kreissäge. Gerade beim Sägen ist auf vibrationsfreie Fixierung zu achten. Für größere Serien sind Diamantschneiden einzusetzen, die glatte und gratfreie Schnittflächen ergeben. Optimal sind Schnittgeschwindigkeiten von ca. 60 m/s bei kleinem Vorschub (reduziert außerdem den Werkzeugverschleiß).

 

 

Bohren

Für kleinere Arbeiten eignen sich gewöhnliche Metallbohrer, bei größeren Serien kommen Spezialbohrer zum Einsatz.

 

 

Der Spezialbohrer ergibt mit Säulenbohrmaschine und 3600 bis 3900 Umdrehungen pro Minute z.B. eine Standzeit von 30.000 ober- und unterseitig gratfreien 10-mm-Bohrungen. Darüber hinaus reduziert er die erforderliche Kraft sowie Querschwingungen, was das Arbeiten mit Handbohrmaschinen erleichtert.

 

 

Für größere Bohrungen sind Lochsägen zu verwenden, wobei man Grate durch Anbohren von der einen und Durchbohren von der anderen Seite vermeiden kann.

 

 

Schleifen und Entgraten

Zum Schleifen eignen sich Sandpapier sowie für größere Aufgaben Bandschleifmaschinen bei hoher Drehzahl und kleinem Vorschub.

 

Drehen

Beim Drehen sind Hartmetall-Schneiden zu verwenden. Schnittgeschwindigkeit bis 400 m/min, Vorschub je nach Maschine und Stabilität der Einspannung 0,05 bis 0,5 mm pro Umdrehung, Spantiefe entsprechend bis zu 10 mm. Spanwinkel 10-15°. Die feinste Oberfläche erhält man mit gerundeten Schneiden sowie Luft- bzw. Flüssigkeitskühlung. Anstelle von Drehmeißeln kann man auch Rotationsfräser mit Diamantschneiden einspannen.

 

 

Fräsen

Hartmetall- oder Diamantschneiden sind zu empfehlen. Spanwinkel 5-15°. Vorschubgeschwindigkeiten bis 0,5 mm pro Umdrehung und Schnittgeschwindigkeiten bis 1000 m/min sind optimal. Bei zu großem Vorschub wird das Ergebnis durch zu starke Erhitzung verschlechtert.

 

Stanzen

Bis zu 4 mm Wandstärke ist Stanzen mit normalen Hartmetallstempeln möglich, darüber hinaus sind Spezialstempel bzw. Folgeschnittwerkzeuge zum schrittweisen Lochen zu verwenden. Es ist zu berücksichtigen, dass ausgestanzte Löcher gegenüber dem Stempelmaß um 0,05 bis 0,1 mm schrumpfen. Gegenüber Stahl ist der Spalt zwischen Stempel und Gegenstempel um 50% zu reduzieren.

 

Gewindeschneiden

Größeren Belastungen halten in Verbundwerkstoff geschnittene Gewinde nicht stand. Blech- bzw. Holzschrauben sind eindeutig vorzuziehen. Für Platten sind verschiedene Blindnietmuttern aus Edelstahl und Aluminium erhältlich.

 

Wasserstrahl- und Laserschneiden

Platten und Massivprofile bis zu 20 mm Wandstärke können auf Wasserstrahlschneidanlagen bearbeitet werden, während Hohlprofile insofern problematisch sind, als die Verbreiterung des Wasserstrahls nach dem Durchtrennen der oberen Wand die Genauigkeit beim Schneiden der unteren Wand beeinträchtigt.
Laserschneiden ist unter Verwendung von Schutzgas (z.B. Argon) möglich.

 

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