Additive
Unter der Bezeichnung Additive werden drei Arten von Zusätzen zusammengefasst: Füllstoffe zur Kostenreduktion sowie verfahrenstechnische und funktionsverbessernde Additive. Alle drei Arten beeinflussen stets auch die mechanischen Eigenschaften, Korrosionsbeständigkeit und Brandsicherheit der Profile.
Kostenreduzierende Additive (Füllstoffe) Zur Herstellung besonders billiger Profile kann man einen Teil des Armierungs- und Matrix-Materials durch Füllstoff ersetzen, wobei sich allerdings sowohl die mechanischen Eigenschaften als in den meisten Fällen auch die Korrosions- und Chemikalienbeständigkeit verschlechtern. Fiberline Konstruktionsprofile enthalten grundsätzlich keine kostenreduzierenden Additive bzw. Füllstoffe.
Verfahrenstechnische Additive Diese Additive begünstigen den Pultrusionsprozess, u.a. die Formeigenschaften des Profils vor dem Aushärten, und damit auch Aussehen und Eigenschaften des fertigen Produkts. Beispielsweise reduziert das so genannte Low-Profile-Additiv das Schrumpfen beim Aushärten, baut Eigenspannungen ab, verhindert Mikrorissbildung und verbessert die Korrosionsbeständigkeit und Dauerfestigkeit des Profils. Außerdem erleichtert es die präzise Einhaltung von Fertigungstoleranzen.
Funktionsverbessernde Additive Bestimmte anwendungstechnische Anforderungen lassen sich z.B. durch Beimengung von Pigmenten oder brandhemmenden Additiven erfüllen. Letztere ergeben selbstverlöschende Eigenschaften und reduzieren die Flammenausbreitungsgeschwindigkeit.
Ab einer gewissen Menge verschlechtern natürlich auch funktionsverbessernde Additive die mechanischen Eigenschaften des Profils.
Alle Angaben und Prüfwerte im Konstruktionshandbuch beziehen sich auf Profile mit verfahrenstechnischen und funktionsverbessernden Additiven in relevanten Mengen.
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