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Europas erste Verbundkunststoff-Straßenbrücke trug zur Einweihung Panzer
Ein 34 Tonnen schwerer Sherman-Panzer von gestern fuhr als erster über die Brücke von morgen, als das ASSET-Konsortium (Advanced Structural Systems for Tomorrow's Infrastructure) am 29. Oktober 2002 im britischen Shrivenham/Oxfordshire Europas erste Straßenbrücke aus verstärktem Kunststoff einweihte.
Unter Federführung der Consulting-Firma Mouchel hatte das ASSET-Konsortium in vierjähriger Arbeit das tragende Element der neuen Brücke entwickelt, ein revolutionierendes Tragwerks-Profil aus glas- und kohlefaserverstärktem Kunststoff, das mit seiner hohen Festigkeit bei geringem Gewicht eine vorteilhafte Alternative zu Brückendecken aus Beton oder Stahl darstellt. Hersteller dieses ASSET-Profils ist der dänische Verbundkunststoffspezialist Fiberline Composites.
Außer Mouchel und Fiberline Composites waren der Kreis Oxfordshire, als Bauherr, der schwedische Baukonzern Skanska und weitere drei Kooperationspartner am 4-Millionen-Euro-Projekt beteiligt, das von der EU im Rahmen des Materialtechnik-Programms Brite EuRam III mit rund 2 Millionen Euro gefördert wurde.
Zur offiziellen Einweihung der neuen West Mill Bridge über den River Cole sagte das britische Parlaments- und Verkehrsausschuss-Mitglied Bill O'Brien in seiner Ansprache: "Es ist schon ein aufregender Augenblick, wenn man bedenkt, dass uns diese innovative Technologie künftig für all unsere Infrastruktur-Maßnahmen zur Verfügung steht. Diese Zeit und vor allem auch Geld sparende Technik eröffnet dem Baugewerbe fantastische Möglichkeiten."
Dr. Sam Luke, Director of Advanced Engineering, Mouchel: "Das ASSET-Projekt ist als ein großer Erfolg zu bewerten. Unser Unternehmen ist stolz, es geleitet und an ihm mitgewirkt zu haben. Alle Kooperationspartner verdienen für die investierte Zeit, ihr personelles und finanzielles Engagement großes Lob, und ich möchte allen danken, die zu diesem großen Erfolg beigetragen haben."
Peter Brown, Brücken-Verantwortlicher der Kreisverwaltung Oxfordshire: "Die bedeutenden Fortschritte des ASSET-Projekts haben uns von dem Potenzial überzeugt, das diese Technologie auch im Infrastrukturbereich bietet. Vorzüge wie die kurze Bauzeit, reduzierte Gesamtkosten, hohe Haltbarkeit und Lebensdauer sowie nicht zuletzt die Flexibilität dieses Baukonzepts waren ausschlaggebend für die Wahl dieser Lösung. Mit dieser Pionierleistung ist der Weg für die zukünftige Nutzung der eindeutigen Vorteile dieser und anderer Neuentwicklungen geebnet."
Henrik Thorning, CEO des führenden europäischen Pultrusionsspezialisten Fiberline Composites: "Die technischen Möglichkeiten dieser Neuentwicklung geben uns enormen Auftrieb. Der West Mill Bridge werden, da sind wir zuversichtlich, noch viele weitere Konstruktionen mit dem von uns produzierten ASSET-Profil folgen."
Die Montagearbeiten vor Ort hatten erst Ende Juli 2002 mit dem Abriss der alten Brücke begonnen. Da die Spannweite erhöht werden sollte, mussten auch die Fundamente und Widerlager erneuert werden.
Entwicklung, Fertigung und Erprobung des ASSET-Profils sowie der Bau der West Mill Bridge waren die Kernziele des Projekts. Für Analyse, Konstruktion und Optimierung des ASSET-Profils und der West Mill Bridge sowie die Erstellung von Konstruktionsvorgaben und Spezifikationen war das Advanced-Engineering-Team von Mouchel zuständig, die Fiberline Composites für die Herstellung der Profile und der schwedische Baukonzern Skanska für den Bau der Brücke. Für Rückfragen und weitere Informationen:
Fiberline Composites A/S Tlf. 7013 7713 Henrik Thorning Geschäftsführer
Eric S. Knudsen Leiter R&D
Mouchel Tlf. +44 1932 337340 Stuart Black Group Business Development Director
Pressekontakt Tamesis Business Communications Cath Cookson Tlf. +44 161 9358142
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